„New Beginnings“ (1) von Lilly Lucas | Rezension

Vorgeschichte: Ich hatte nicht vor dieses Buch oder diese Reihe jemals zu lesen. Ehrlich gesagt, ging sie immer belanglos an mir vorbei und ich habe sie nie weiter beachtet. Dennoch wird die Reihe sehr gelobt und besteht mittlerweile aus 4 Büchern! Nach meinem ersten Thalia Besuch in dieser komischen Zeit wollte ich mir selbst mal wieder was richtig gutes tun: so einen richtig fetten Bookhaul. Und „New Beginnings“ war eines der Bücher, das miteinbeziehen dürfte. Doch was steckt hinter dem Hype der Reihe?

Zur Covergestaltung: ich muss sagen, dass mir das Cover sehr gut gefällt. Die Farben passen gut zueinander und die Goldverzierung und das Glitzer geben dem Buch nochmal deutlich mehr Einzigartigkeit.

Darum geht’s: Die Großstadtgöre Lena geht als Au-pair Mädchen in die Kleinstadt Green Valley in den Rocky Mountains. Nach 2 abgebrochen Studien hofft sie hier auf einen Neuanfang oder eine weitere Chance sich selbst zu finden. Da sie in Berlin aufgewachsen ist, ist Green Valley ein ordentlicher Kontrast zu ihrem bisherigen Leben. Dennoch wird es auch in diesem kleineren Städtchen nie langweilig. Von der ersten Seite ist dieses Auslandsjahr ein Abenteuer, denn ihre Gastfamilie, bestehend aus Jack, Amy und deren Sohn Liam, scheinen sie vergessen zu haben als sie am Flughafen in Colorado ankommt. Doch so schnell lässt sich Lena nicht unterkriegen und nimmt stattdessen den Bus in die Stadt. Sie schafft es ganz alleine bis zum haus der Coopers, doch der Mann der ihr dann die Tür öffnet, heißt sie nicht gerade herzlich willkommen in Green Valley…

Meine Meinung: Als ich in meiner Instagram Story gepostet habe, dass ich dieses Buch anfangen würde, waren alle ganz aus dem Häuschen und ich habe unzählige Nachrichten zu dem Buch und der reihe bekommen. Alle lieben die Reihe und schwärmen davon. Was mich natürlich nur noch neugieriger gemacht hat. Eine Followerin schrieb mir auch, dass sie sich von der ersten Seite an in Green Valley wohlgefühlt hat. Dieses Gefühl hatte ich überhaupt nicht. Ich hatte Schwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen, da die Autorin es etwas wirr beschrieben hat. Allein die erste Seite musste ich mehrere Male lesen, weil ich mit der Situation der Protagonistin reichlich überfordert war.

Was mir auch nach 60 Seiten auffiel war, dass die Autorin gerne kurze Kapitel schreibt und ich habe ehrlich gesagt den Sinn dahinter nicht verstanden. Die Geschichte an sich hat 330 Seiten und das komplette Buch besteht aus 64 Kapiteln. ???. Ein Kapitel hatte im Durchschnitt 3-5 Seiten und so zog es sich durch das ganze Buch. Einige wenige Kapitel hatten auch mal mehrere Seiten, aber keines hatte mehr als 10 Seiten. Das fand ich wirklich seltsam, besonders da es ein sehr kurzer New Adult Roman war.

Eine weitere Sache mit der ich nicht wirklich warm wurde, war die ganze Situation mit den Coopers – sprich: Amy und Cooper. Über die beiden wurde mehr erzählt, als dass sie tatsächlich mehr da waren. Was mich sehr stutzig gemacht hat, schließlich wohnt Lena als „Fremde“ in deren Haus und macht ein Auslandsjahr. Sie wurde von Amy und Jack nicht vom Flughafen abgeholt, ständig kommt was dazwischen, nur selten haben sie Zeit miteinander verbraucht, sodass keine starke Beziehung zwischen den dreien entstehen konnte. Die Gründe dafür waren für mich auch sehr schwach und nicht sehr kreativ, ich habe des Öfteren mit den Augen gerollt.

Das Hauptaugenmerk liegt hier definitiv auf der Beziehung zwischen Lena und Ryan, welche innerhalb von 300 Seiten erzählt werden soll. Als ich das Buch schon der Hand hielt dachte ich mir: „Puh, New Adult in 300 Seiten. Das ist interessant.“ Eine ergreifende Liebesgeschichte kann man hier nicht erwarten – mich hat sie nicht mitgenommen oder berührt. Die Lovestory wird mit den Worten „Was sich neckt, das liebt sich“ betitelt und irgendwo stimmt dies auch. Eigentlich treten sich die beiden gegenseitig nur auf den Füßen herum, zicken sich an. Ryan ist ein dickköpfiger Hohlkopf, besser kann man es nicht beschreiben. Für mich war dieses Buch leider sehr oberflächlich und langweilig beschrieben. Die Idee dahinter ist schon ganz niedlich, ich muss aber sagen, das ich sie persönlich nicht gut umgesetzt fand und hier einiges hätte verbessert werden müsste. Wie längere und bessere ausgearbeitete Kapitel, gerne weniger von der modernen Sprache und und Hashtags in Büchern. Den Schreibstil fand ich jetzt auch nicht besonders poetisch, sondern eher so dahingeschrieben. Für mich war das Buch leider eine Enttäuschung und ich werde die Reihe auch nicht weiterlesen.

♥   ♥   ♥

Verlag: Knaur

Seitenanzahl: 330

Preis: 12,99€

Einbindung: Paperback

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