„Finding back to us“ von Bianca Iosivoni | Rezension

Callie’s Vater starb vor 7 Jahren bei einem tragischen Autounfall – Schuld an dem Tod hat ihr Stiefbruder Keith, der wiederum unglaublich gut aussieht und zu dem sich Callie heimlich hingezogen fühlt. Da Callie bei dem Unfall eine Gehirnerschütterung erlitt, erinnert sie sich nur vage an dieses Ereignis – nur daran, das Keith, der am Steuer saß, ihren Vater umgebracht hat. Direkt nach dem Geschehnis, flieht Keith und sie sehen sich beide zum ersten Mal nach 7 Jahren wieder. Sofort fühlt Callie sich wieder zu ihm hingezogen, will aber ihren Gefühlen keinen Glauben schenken. Weiß sie wirklich alles über den Unfall von damals?

Zugegeben, bei dem Klappentext haben sich mir die Zehen umgedreht. Diese Thematik einer Stiefgeschwister-Beziehung finde ich… schwierig. Und so ganz wohl dabei eine Love-Story draus zu machen und das zu lesen. Es war komisch, Von Anfang an. Dennoch wollte ich wissen, was hinter all dem steckt und lies mich auf die Geschichte drauf ein.

Callie war für mich ein sehr, sehr anstrengenden Charakter und ich hätte sie am liebsten angeschrien, dass sie aufhören soll sich wie eine 10-jährige zu benehmen. Ihr ständiges Hin und Her zwischen „Oh mein Gott, Keith ist so heiß!“ und „Keith hat mein Vater ermordet. Ich werd ihm nie verzeihen.“ hat sich so oft im Laufe des Buches wiederholt, ich hab fast die Krise bekommen. Ein ganz großer Punkt, der nicht sehr gestört hat war: das sie nach 7 Jahren immer noch nicht diesen Unfall verarbeitet hat, OBWOHL es im Buch angesprochen wird, dass sie eine Therapie GEMACHT HAT. Was ist das bitte für ein Therapeut? Gerade bei einer Therapie sollte sie lernen mit dem Verlust umzugehen und es ist die Aufgabe des Therapeuten ihr Methoden beizubringen und sie auf dem Weg zu begleiten. Ich finde dieses Thema leider wirklich nicht gut in dem Buch behandelt und bin darüber auch ein bisschen verärgert, dass es im Lektorat so einfach hingenommen wurde.

Keith war für mich leider ein nur eine leere Hülle mit Namen. Über ihn habe ich nur sehr wenig erfahren, und eventuell hätte es der Geschichte gut getan hier die beiden verschiedenen Perspektivenwechsel miteinzubringen, so dass man als Leser seine Sicht der Dinge nachvollziehen kann.

Genauso ging es mir mit Holly. Holly wurde mir zu in den Vordergrund gedrückt. Außerdem sollte sie eine 18-jährige spielen, die gerade ihre Highschool abgeschlossen hat. Durch die Beschreibungen der Autorin hat Holly sehr kindlich und übertrieben jung auf mich gewirkt, als wäre sie gerade mal 12. Sie kam wie eine Grundschülerin teilweise durch ihr Verhalten – insbesondere durch den Hamster – rüber.

Die Beziehung zwischen Keith und Callie fand ich leider sehr zäh, langatmig und ohne Überraschungen. Es war sehr vorhersehbar, dass die beiden am Ende zusammen kommen werden, von daher blieb der Überraschungseffekt hier aus. Das Gleiche gilt für die große Auflösung des Unfalls und die Wahrheit, die Callie somit erfahren sollte. Es war mir einfach zu 0815. Ich habe bei diesem Buch sehr gemischte Gefühle, wie man eventuell auch merkt. Ich weiß nicht ob die Autorin sich selber insgeheim unsicher war, wo diese Geschichte hinführen soll. Für mich kam es jedenfalls so rüber. Auch diese Sidestory zu Callie’s ehemaligen Schulfreund, der nun Polizist ist, fand ich komisch angesprochen. Außerdem hat es so gewirkt, als würde sich zwischen den beiden eher was anbahnen. Es war schwer den roten Faden in diesem Buch zu finden. Von daher gebe ich dem Buch nur 2 von 5 Sternen.

♥   ♥   ♥

Verlag: LYX (Bastei Lübbe)  

Seitenanzahl: 448

Preis: 12,90€

Einbindung: Paperback

Band: 1 (von 2)

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